Rodeo am Seddiner See?

Montag 06. August 2018

Der Steinkauz (Athene noctua) gehört in Deutschland zu den in ihrem Bestand bedrohten Vogelarten. In der Region am Seddiner See wurden die letzten Exemplare Ende des vergangenen Jahrhunderts gesichtet. Lediglich in Nordrhein-Westfalen und in Hessen gab es damals noch Steinkauz-Populationen.


Seit 2015 arbeitet der G&CC Seddiner See, dessen Golfplatzgelände an den Naturpark Nuthe-Nieplitz angrenzt, intensiv mit dem Landschaftsförderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. in einem Projekt zur Wiederansiedlung des Steinkauzes zusammen. Mit einer eigenen Auswilderungsvoliere (östlich der Bahn 4 des Südplatzes) betreibt der Golfclub selbst aktiv die Wiederansiedlung des Steinkauzes am Seddiner See.


Die tägliche Fütterung der Steinkäuze in der Voliere erfolgt - nach Vorgaben des Projektbetreuers vom Landschaftsförderverein - durch das Greenkeeping-Team, ebenso eine geregelte Nistkasten-Kontrolle und das Mähen der Bodenvegetation in der Voliere. Ein Tierarzt und der Projektbetreuer kontrollieren regelmäßig das Gewicht der Steinkäuze und begutachten deren Gesundheitszustand. Langfristiges Ziel ist der Aufbau einer stabilen Steinkauz-Population auf dem Golfplatzgelände.


Zur weiteren Verbesserung der naturräumlichen Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von weiteren Steinkäuzen wurden im Frühjahr 2018 zwei weitere Projekte in unmittelbarer Nähe zur Voliere realisiert. Zum einen wurde im Rahmen des Projektes „Allianz – Bäume für das Leben“ eine weite Streuobstwiese mit 60 Obstbäumen gepflanzt, zum anderen wurde eine rund drei Hektar große bisherige Brachfläche am östlichen Ende des Südplatzes für die Beweidung mit Island-Pferden eingezäunt. Diese extensive Beweidung fördert die Struktur- und Artenvielfalt der Vegetation und ist dann als Jagdrevier für Steinkäuze optimal geeignet. Reitunterricht für die Clubmitglieder ist bisher aber nicht geplant.


Weitere Informationen unter www.gccseddinersee.de

Ein Steinkauz-Brutpaar. In 2018 wurde der erste Nachuchs ausgewildert.

Fünf Island-Pferde und im Hintergrund die Auswilderungsvoliere für die Steinkäuze

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